04
Juli
2017

Erfolgreicher PerSe-Auftakt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Barbara Menke: „Stärkung der Kammern liegt uns am Herzen!“

PerSe Auftakt WebTalkrunde mit Karsten Berlin von der HWK Berlin, Stefan Cibis von der HWK Oldenburg, Barbara Menke von ARBEIT UND LEBEN, Corina Reifenstein von der HWK Cottbus, Dr. Sabine Hepperle vom BMWi sowie Inga Maubach von ARBEIT UND LEBEN (v. l. n. r.).Das im Januar 2017 gestartete Projekt „PerSe – Perspektive Selbstverwaltung. Ein Bildungsprojekt zur Stärkung der Selbstverwaltung im Handwerk“ feierte am Freitag, den 30.06.2017 seinen offiziellen Auftakt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Inhaltlichen Input zur Veranstaltung gaben die folgenden geladenen Podiumsgäste sowie Rednerinnen und Redner: Karsten Berlin von der HWK Berlin, Stefan Cibis von der HWK Oldenburg, Barbara Menke von ARBEIT UND LEBEN (AL), Corina Reifenstein von der HWK Cottbus, Dr. Sabine Hepperle vom BMWi sowie Inga Maubach von AL.

Die Auftaktveranstaltung brachte die verschiedenen Kompetenzträger zusammen und verdeutlichte eine Sache: Die Selbstverwaltung im Handwerk ist kein Selbstläufer. Sie braucht engagierte Ehrenamtliche. Hervorgehoben wurde sowohl von den Rednerinnen und Rednern als auch vom Publikum die beiderseitige Kollegialität in der Herangehensweise. Weiterentwicklung funktioniert hier nur im System, weshalb „auch in einem Projekt zur Stärkung der Arbeitnehmervertretung die Arbeitgeberseite immer mitgedacht werden muss“, so Inga Maubach, Projektkoordinatorin.

Zudem braucht die die Selbstverwaltung mehr Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Kenntnis über die ehrenamtliche Funktion der Arbeitnehmervertretungen muss besser verbreitet werden, so dass das Amt an Ansehen gewinnen kann. Dementsprechend relevant ist für die Arbeit des Projektteams eine breite Öffentlichkeitsstrategie.

Der Bundesarbeitskreis AL übernimmt die Koordination des Projekts PerSe, das ca. 150 Maßnahmen umfassen wird, z.B. die Erschließung neuer, bislang noch nicht aktiver Zielgruppen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Selbstverwaltung des Handwerks oder den Aufbau von Mentoring-Strukturen für Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Bislang ist eine Kooperation mit über 25 Handwerkskammern bundesweit vorgesehen. Mit der Umsetzung sind drei AL-Landesorganisationen in Sachsen, Niedersachsen und dem Saarland betraut worden. Aktuell finden die Zielentwicklungsgespräche sowie bereits erste Einzelmaßnahmen statt.