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November
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Gemeinsam gegen Desintegration

Vom 26. bis 27. Oktober fand das zweite Treffen des Netzwerks der politischen Bildung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus benachteiligenden Lebenssituationen in Reinhausen bei Göttingen statt. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hatte dazu einen erweiterten Kreis interessierter Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geladen.

Gegenseitiges Kennenlernen, Austausch und gemeinsame Arbeit standen im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens im Tagungshaus Waldschlösschen.

Zunächst stellten sich die Netzwerkmitglieder im Rahmen einer Präsentissage vor und gaben Einblicke in ihre Erfahrungen mit der zielgruppenspezifischen Arbeit. In darauf folgenden parallel stattfindenden Workshops wurde an der von der bpb in Auftrag gegebenen Sinus Studie "Unsichtbares Politikprogramm", an einem Konzept für Veranstaltungsmodule zu den Themen Ehre, Respekt und Anerkennung, sowie an der Planung eines Austauschs zwischen Politikerinnen und Politikern und dem Netzwerk gearbeitet. Bereits bei Gründung des Netzwerkes hatte die Bundeszentrale für politische Bildung deutlich gemacht, dass perspektivisch auch Jugendliche und junge Erwachsene aus den Zielgruppen in die Arbeit des Netzwerkes einbezogen werden sollten. Um diese Erweiterung des Netzwerkes bald umzusetzen, diskutierten die Mitglieder des Netzwerkes in Reinhausen unterschiedliche Konzepte eines solchen Einbezugs.

Dabei wurde für eine sehr baldige und jugendgerechte Öffnung des Mitgliederkreises plädiert, welche sich am Interesse der Jugendlichen orientieren solle.

Einigkeit herrschte ebenso darüber, den Austausch über Erkenntnisse der eigenen Bildungsarbeit mit Jugendlichen in benachteiligenden Lebenssituationen auch außerhalb der regelmäßigen Netzwerktreffen fort zu führen. Zu diesem Zweck beschlossen die Tagungsteilnehmenden eine Textsammlung auf der netzwerkeigenen Kommunikationsplattform im Internet zu erstellen, an der sich alle Mitglieder beteiligen können. Die Texte sollen Einblick in Lebensrealitäten der Zielgruppe sowie hinderliche und förderliche Faktoren in Bezug auf deren politische Teilhabe geben. Auch werden konkrete Maßnahmen der politischen Bildungsarbeit mit dieser Zielgruppe vorgestellt.

Die Umbenennung des Netzwerkes in "Verstärker - Netzwerk aktivierende Bildungsarbeit" bildete den Abschluss zweier intensiver Konferenztage, die dazu beitrugen das Netzwerk aus dem Pilotstatus in eine langfristig erfolgreiche Kooperation unterschiedlicher Akteure der politischen Bildung zu überführen.

Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie hier (Webseite der bpb)