22
April
2015

Parlamentarischer Abend

Politische Bildung im Gespräch

Der Bundesausschuss Politische Bildung und die Bundeszentrale für politische Bildung luden am 21.04.2015 zu einem Parlamentarischen Abend in die Kalkscheune nach Berlin ein. Unter der Schirmherrschaft von Steffen Bilger, MdB und Vorsitzender des Kuratoriums der bpb, folgten über 100 teilnehmende Akteurinnen und Akteure der politischen Bildung sowie Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Einladung. Sie traten in den Dialog zu aktuellen Themen der politischen Bildung, auch während eines „Gallery Walk", bei dem sich Projekte aus der Praxis während des Parlamentarischen Abends präsentierten.

In der offiziellen Eröffnung wies Dr. Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern, auf die Bedeutung der politischen Bildung für die Demokratie hin.

WParlamentarischerAbend2ährend der Podiumsdiskussion mit Edelgard Bulmahn, MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Thomas Krüger, Präsident der bpb und Barbara Menke, Mitglied im Vorstand des bap und Bundesgeschäftsführerin von ARBEIT UND LEBEN, stand das Thema der Partizipationsmöglichkeiten für alle Menschen durch Angebote der politischen Bildung im Zentrum.

Unabhängig von Merkmalen wie Milieu, Herkunft oder Bildungserfahrenheit sollen die Angebote der politischen Bildung Wirksamkeit entfalten und ein breites Zielpublikum ansprechen.

Edelgard Bulmahn betonte die Aufgabe der politischen Bildung, Menschen gegenüber Manipulationsversuchen extremistischer Gruppen zu stärken und aktuelle Themen zum Inhalt der Auseinandersetzung in der Bildungsarbeit zu machen.Barbara Menke bezeichnete die politische Bildung als Seismograph für Themen und Herausforderungen, weil sie nah an den Menschen ist. Damit könne sie auch ein Seismograph für die Politik sein.Und Thomas Krüger hob hervor, dass politische Bildung sich nicht auf eine Rolle als Feuerlöscher beschränken dürfe, auch wenn die Veranstaltungsinhalte nach ihrer Aktualität durch die Teilnehmenden bewertet werden.

Angeregt diskutierte das Publikum mit und brachte breitgefächert weitere Aspekte in die Diskussion ein, wie die Forderung nach einem europäischen Demokratiesystem oder die Betonung des Forschungsbedarfs im Themenfeld der politischen Bildung.