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Deutsch-Französische Jugendarbeit

DFJW CO JPGDie DFJW-gefördeten Projekte bilden seit vielen Jahren einen besonders wichtigen Schwerpunkt der internationalen Bildungsarbeit von ARBEIT UND LEBEN. Sie bieten für den Berufsbereich bzw. für unsere Zielgruppen einen besonders gut geeigneten Rahmen. Im Vordergrund dieser Begegnungsprogramme steht der Erwerb von sozialen, fachlichen und sprachlichen Kompetenzen.

 

Mit Förderung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) organisiert ARBEIT UND LEBEN, in Kooperation mit Partnerorganisationen in Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern innerhalb und außerhalb der EU, Jugendbegegnungen für Auszubildende und junge Berufstätige sowie auch Fortbildungen für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sowie  Pilotprojekte. Jedes Jahr werden etwa 40 Programme angeboten wie beispielsweise:

  • Grundausbildung für Teamerinnen und Teamer internationaler Jugendbegegnungen (Düsseldorf / Bouvines, ARBEIT UND LEBEN BAK, Culture et Liberté).  Diese Grundausbildung bietet die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Frage des interkulturellen Lernens sowie auch mit spezifischen pädagogischen Fragen der deutsch-französischen Jugendbegegnungen an. Ein Zertifikat für Jugendleiterinnen und Jugendleiter von interkulturellen Jugendbegegnungen wird in diesem Rahmen vom DFJW verliehen.
  • Pilotprojekt „Jugendmediatoren“ zur Ausbildung von jungen Menschen (aus den Vorstädten von Paris bzw. aus den) als Botschafterinnen und Botschafter für die internationale Jugendarbeit bzw. für die Organisation und Durchführung von eigenen deutsch-französischen Jugendprojekten  (ARBEIT UND LEBEN Hamburg, AJPN / FNAFA)
  • Berufsorientierte Begegnung von jungen Drucktechnikerinnen und Drucktechnikern in der Ausbildung (ARBEIT UND LEBEN Hessen / Culture et Liberté) in Paris mit Rückbegegnung in den folgenden Monaten in Frankfurt. Die Programme verknüpfen Lebens- und Arbeitswelt,  fördern die Reflexion hibnsichtlich Ausbildung und Beruf, zielen auf die Förderung von interkulturellen Kompetenzen und gesellschaftlicher Partizipation. 
  • Trilaterale Jugendbegegnung in Craiova (Rumänien) mit sozialbenachteiligten Jugendlichen. Thema der Begegnung ist die Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte (Spurensuche) und die Reflexion über die eigenen Berufs- und Lebensperspektiven. Im Rahmen des Projekts haben bereits trilaterale Jugendbegegnungen in Frankreich und Deutschland stattgefunden.

Berufs- und Alltagsleben im anderen Land: Die Teilnehmenden (Auszubildende, Berufstätige, Arbeitslose im Alter zwischen 17 und 30 Jahren) verfügen in der Regel über sehr geringe Auslandserfahrungen und keine Französischkenntnisse. Eine entsprechende Gestaltung der Begegnung (Zusammenarbeit, pädagogische Betreuung, gemeinsame Freizeitaktivitäten) ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Alltags- und Berufsleben der Partnergruppe vor Ort. Solche interkulturellen Erfahrungen können während und nach der Begegnung reflektiert werden und tragen zur Erweiterung der personalen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden sowie auch zur Stärkung ihres Interesses für das andere Land und dessen Sprache bei. Die Zusammenarbeit (z.B. im Tandem) zwischen Teilnehmenden aus Deutschland und Frankreich gewinnt in diesen Programmen deshalb immer mehr an Bedeutung. Sie ermöglicht in einem vertrauten Umfeld den Austausch über berufliche und praktische Aspekte, die im Laufe des Programms bewertet und hinterfragt werden.

Die (positive) Erfahrung der Mobilität im Rahmen einer deutsch-französischen Begegnung ist außerdem für diese Zielgruppen eine gute Vorbereitung für spätere und längere Arbeitsaufenthalte im Ausland. Die erfahrungsorientierte Gestaltung bzw. die Inhalte der deutsch-französischen Begegnungen ermöglichen außerdem anhand von praktischen Beispielen die gezielte Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Fragen (Ausbildungssysteme, Organisation von Arbeit und Freizeit, Fragen der Sozialpolitik usw.). Dabei werden deutsche und französische Zugänge und Modelle erörtert, Zusammenhänge hergestellt, Erkenntnisse diskutiert und aufgegriffen.

Eine andere Sprache kennen lernen: Bei der praktischen Zusammenarbeit spielen sowohl die fachlichen als auch die sprachlichen Kompetenzen der Teilnehmenden eine Rolle. Jugendliche, die aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Schule für den Erwerb von Fremdsprachen schwer zu gewinnen sind, können mit der Sprachanimation im Rahmen der Begegnung einen neuen (und meistens erfolgreichen) Zugang zur anderen Sprache erleben. Die erworbenen Sprachkompetenzen werden außerdem bei gemeinsamen Aktivitäten (z.B. Stadterkundung, Exkursionen und Besuche) erprobt und angewandt. Auf diese Weise können die Teilnehmenden unserer Programme erfahren, dass Kommunikation und Austausch trotz geringer Sprachkenntnisse leistbar ist und somit für die transnationale Mobilität und das Erlernen von Fremdsprachen motiviert werden. Manche Programme stellen den Spracherwerb in den Vordergrund und setzen einen stärkeren Akzent auf Sprachaktivitäten, Austausch und Kommunikation mit der Partnergruppe.

Grundausbildung für Teamerinnen und Teamer internationaler Jugendbegegnungen

Der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN bietet regelmäßig Grundausbildung für Teamerinnen und Teamer internationaler Jugendbegegnungen an. Diese Grundausbildung beinhaltet die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Frage des interkulturellen Lernens sowie auch mit spezifischen Fragen der deutsch-französischen Jugendbegegnungen. Sie fördert nicht nur die Reflexion und den Austausch über die Organisation und Durchführung internationaler Jugendbegegnungen sondern auch, in Anlehnung an den vom DFJW definierten Rahmen, den Erwerb der zur Begleitung des interkulturellen Lernprozesses notwendigen Kompetenzen.

Ziel der Grundausbildung ist es daher, den (künftigen) Teamerinnen und Teamern ein konkretes Rüstzeug zur Anwendung und Entwicklung eigener und flexibler Herangehensweisen bei internationalen Begegnungen zu vermitteln, den Austausch über die theoretischen und praktischen Aspekte der interkulturellen Bildung zu fördern und den Erwerb von Methoden- und Handlungskompetenzen zu ermöglichen.

Die Grundausbildung richtet sich an Teamerinnen und Teamer die über wenige Erfahrungen im Bereich der Betreuung von internationalen Jugendbegegnungen verfügen und sich im deutsch-französischen Bereich engagieren wollen. Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Französisch. Kenntnisse der anderen Sprache werden nicht vorausgesetzt. Bei erfolgreicher Teilnahme an der Ausbildung (Modul 1: Einführung, Modul 2: Praxis. Modul 3: Vertiefung) wird vom DFJW das Zertifikat für Jugendleiterinnen und Jugendleiter von interkulturellen Jugendbegegnungen verliehen. Es bestätigt den Erwerb verschiedener Kompetenzen und die Eignung als Leiterin bzw. Leiter interkultureller Begegnungen.

www.dfjw.org