Das türkische Berlin - eine alternative Perspektive

Veranstaltung

Titel:
Das türkische Berlin - eine alternative Perspektive
Wann:
Montag, 4. Dezember 2017, 09:00 Uhr - Freitag, 8. Dezember 2017, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Berlin
Teilnahmebeitrag:
130,00 ¤, 65,00 ¤ ermäßigt
Ort:
Berlin
Seminarleitung:
Carolin Hasenpusch, Ismail Küpeli

Beschreibung

Rund 200.000 Menschen mit Wurzeln in der heutigen Türkei leben im Moment dauerhaft in Berlin. Damit stellen sie die größte Zuwanderungsgruppe dar. Arbeiterinnen und Arbeiter, die seit Anfang der 1960er Jahre aus der Türkei in die deutsche Hauptstadt gekommen sind, haben nicht nur Stadtteile wie Kreuzberg, Wedding und Tiergarten maßgeblich mitgeprägt, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zum wirtschaftlichen Aufbau Westberlins beigetragen.

Trotz einer mittlerweile 55-jährigen Zuwanderungsgeschichte, die in unterschiedliche Phasen unterteilt werden kann, ist das Bild, welches vom "türkischen" Berlin in Medien oder öffentlichen Debatten gezeigt wird, oftmals immer noch eher eindimensional und einseitig. Dies wird den Lebensrealitäten vieler Menschen nicht gerecht und blendet die große Heterogenität - in Form unterschiedlicher Ethnizitäten, Religionen sowie Sprach- und Berufsgruppen - Türkei-stämmiger Menschen aus. Dem gegenüber möchte das Seminar eine etwas vielfältigere Sichtweise präsentieren und unterschiedliche Menschen und Gruppen, die sich kulturell, politisch, künstlerisch oder religiös definieren, zu Wort kommen lassen. Wir möchten zeigen, wie "türkisches" und "kurdisches" Leben heutzutage in Berlin stattfindet und darlegen, welch lange Tradition dies hat und wie facettenreich es ist.

Darüber hinaus wollen wir uns geschichtlich den verschiedenen Etappen türkisch-deutscher Beziehungen nähern und schauen wie seitens des Staates auf Einwanderung reagiert wurde bzw. heute reagiert wird. Neben Themen der Migrations-und Asylpolitik Deutschlands und der Europäischen Union, soll sich im Rahmen dessen auch mit dem Thema Rassismus und Ausgrenzung beschäftigt werden.