Herzlich willkommen auf der Website des Bundesarbeitskreises ARBEIT UND LEBEN!

ARBEIT UND LEBEN ist eine Weiterbildungseinrichtung, die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Deutschen Volkshochschulverband (DVV) getragen ist. Wir sind eine Fachorganisation der politischen und sozialen Bildungsarbeit. Wir möchten mit unseren Bildungsangeboten dazu beitragen, dass sich die ARBEIT und das LEBEN der Menschen nach den Kriterien von sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer demokratischen Kultur der Partizipation entwickeln können.

Der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN ist der Dachverband der verschiedenen ARBEIT UND LEBEN Einrichtungen in den Ländern und Kommunen.

bap und GEMINI veröffentlichen Expertise zum 15. Kinder- und Jugendbericht

Expertise CoverDer Bundesausschuss Politische Bildung (bap) und insbesondere die Gemeinsame Initiative der bundeszentralen Träger politischer Jugendbildung (GEMINI) haben sich in ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren jeweils mit den von der Bundesregierung vorgelegten Kinder- und Jugendberichten beschäftigt und deren Erkenntnisse und Anregungen in die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit einbezogen. Auch in Hinblick auf den 15. Kinder- und
Jugendbericht interessieren den bap und die GEMINI, welche Erkenntnisse und Anregungen der Bericht für die konzeptionelle Debatte und die praktischen Ansätze der politischen Jugendbildung enthält. Die Berichtskommission ist zur Einschätzung gelangt, dass aufgrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen eine Stärkung der politischen Bildung in Schule und Kinder- und Jugendarbeit dringend erforderlich ist. Nach § 11, Abs. 3 des SGB VIII ist die politische Bildung, neben anderen Handlungsfeldern, einer der Schwerpunkte der Jugendarbeit.

Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN präsentiert sich in Imagefilm

FilmstillAL-Präsidentin Elke Hannack

Mit seinem gerade veröffentlichten Image-Film präsentiert der Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN seine bundesweite Bedeutung und Vernetzung seiner vielfältigen Arbeit. Premiere hatte der Trailer auf der 37. Mitgliederversammlung in Wuppertal mit äußerst positiver Resonanz der anwesenden Gäste.

Der Film gibt in dynamischer Abfolge Einblicke in die Aktivitäten von AL. In Wortbeiträgen prominenter Expertinnen und Experten werden beispielsweise der politische Dialog mit AL oder Auswirkungen der inhaltlichen Arbeit auf das politische Leben in Deutschland thematisiert. O-Töne und Statements im Film werden von folgenden wichtigen und mit AL verbundenen Akteurinnen und Akteuren präsentiert:

  • Elke Hannack, Präsidentin von ARBEIT UND LEBEN, Stellvertreterin DGB-Bundesvorstand
  • Daniela Kolbe, MdB
  • Annegret Kamp-Karrenbauer, DVV-Präsidentin, Ministerpräsidentin Saarland
  • Thomas Krüger, Präsident bpb

 

Lernort internationaler Jugendaustausch – Anerkennung der Potentiale für Individuum und Gesellschaft

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Internationaler Austausch wirkt. Auf individueller Ebene mit dem Aufbau von Schlüsselkompetenzen, der Entwicklung von Offenheit und Aufgeschlossenheit im Zusammenleben verschiedenster Kulturen. Damit trägt die Mobilitätserfahrung junger Menschen entscheidend dazu bei, die Gesellschaft in der wir leben, als Ganzes weltoffener und vielfältiger zu gestalten und Ausgrenzungstendenzen und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Der internationale Austausch als non-formales Bildungsangebot erhält aber häufig nicht die Anerkennung, die er entsprechend seiner gesellschaftlichen Bedeutung erhalten müsste. Wie kann also die Sichtbarkeit des internationalen Austauschs erhöht und seine Bedeutung vermittelt werden? Wie kann Anerkennung der internationalen Jugendarbeit als nicht formales Bildungsangebot gestärkt werden?

Stellungnahme des bap zum 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

bapDer Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e.V. sowie die in ihm vertretene Gemeinschaftsinitiative der Träger der politischen Jugendbildung (GEMINI) haben mit großem Interesse den 15. Kinder- und Jugendbericht und die Stellungnahme der Bundesregierung zur Kenntnis genommen.

Beide sind sehr erfreut darüber, dass Bericht und Stellungnahme sich auch eingehend mit der politischen Bildung befassen. Sie betrachten deren Einschätzung der Situation im Bericht sowie die Anregungen für die Debatte um Konzepte und die Impulse für die Praxis als einen wichtigen Beitrag zur Stärkung dieses Handlungsfeldes und zur Weiterentwicklung politischer Bildung.

Die Anregungen und Impulse zur Weiterentwicklung der außerschulischen politischen Jugendbildung wird der bap in die weiteren Diskussionen aufnehmen.

Die Stellungnahme des bap zum 15. Kinder- und Jugendbericht finden Sie auf der Website des bap. Eine ausführliche Expertise zum Bericht stellen wir Ihnen in Kürze zur Verfügung.

09
Juni
2017

Fachforum zum Abschluss des Projektes Forum65+ am 22. Juni 2017

»Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.« Rosa Luxemburg

Forum 65 PlusZum Abschluss des Projektes Forum65+ findet am 22. Juni 2017 in Pasewalk ein Fachforum mit geladenen Gästen statt, wo über Ergebnisse, Erfolg und Problemen von Zivilgesellschaft im ländlichen Raum diskutiert wird. Ziel ist es, Formate, Themen und Netzwerke für eine Unterstützung und Stärkung
engagierter Menschen zu schaffen, mit ihnen gemeinsam an einer nachhaltigen Perspektive des ländlichen Raumes zu arbeiten.

Das Forum 65+ startete als Projekt vor drei Jahren in allen fünf neuen Ländern. Ziel war es, den Zustand und die Besonderheiten von Zivilgesellschaft im ländlichen Raum zu hinterfragen. Dabei stand die Generation 65+ im Mittelpunkt. Diese Generation erlebte nach dem Mauerfall eine Phase, in der sich ihre berufliche Situation positiv oder negativ veränderte. Der Rückbau der wirtschaftlichen Strukturen, der demografische Wandel, die Abwanderung von jungen Arbeitskräften und der Strukturumbau der Verwaltung prägten den Zustand der Zivilgesellschaft im ländlichen Raum. Demokratieverweigerung, rechtsextreme Einstellungen und Ablehnung von Fremden bildeten sich gleichzeitig in vielen Regionen heraus. Auf der Website www.forum65plus.de sind die Aktivitäten und Wirkungsorte des Projektes dokumentiert.

Das Projekt wird gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) und durchgeführt von der Landesarbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN Mecklenburg-Vorpommern.

Diskussionsgrundlage des Fachforums sind folgende 16 Thesen zur Zivilgesellschaft im ländlichen Raum:

  1. Auf Zielgruppen spezialisierte Angebote sind im ländlichen Raum schwer umzusetzen.
  2. Der Staat ist im alltäglichen Leben auf dem Land zunehmend weniger präsent.
  3. Wirtschaftliche Strukturen sind im ländlichen Raum anders definiert als in Städten und
    Industrieregionen, es braucht einen offeneren Wirtschaftsbegriff und andere Instrumente.
  4. 27 Jahre nach dem Mauerfall ist der deutsch-deutsche Integrationsprozess im ländlichen
    Umfeld immer noch nicht abgeschlossen.
  5. Es braucht im ländlichen Raum stärkere Förderung für positive Ansätze. Die gegenwärtige
  6. Förderung von Projektarbeit ist vorrangig auf die Behebung von Problemen, Konflikten,
    negativen Szenarien ausgelegt.
  7. Auf Effizienz ausgerichtete Strukturreformen der Landkreise erzeugen mehr Probleme,
    als dass sie positive Effekte erzeugen.
  8. Bürgernähe ist auf dem Land mit größerem Aufwand verbunden als in der Stadt. Wenn auf dem Land Bürgernähe praktiziert wird, ist sie im Erfolgsfall mit größeren Effekten
    verbunden.
  9. Globalisierung ist gegenwärtig auf dem Land schneller und direkter spürbar als in der Stadt.
  10. Die wirtschaftlichen Effekte von Land- und Forstwirtschaft kommen selten den regionalen Strukturen zu Gute.
  11. Der aktuelle ländliche Raum hat keine eigene Lobby. Parteien, Gewerkschaften, Verbände sind unzureichend vertreten.
  12. Der ländliche Raum funktioniert im Alltag demokratischer als die Stadt, aber es fehlt an
    Streitkultur.
  13. Der ländliche Raum ist ein ideales Labor für das Erproben zukunftsträchtiger Formen
    gesellschaftlichen Zusammenlebens der Zukunft.
  14. Im ländlichen Raum kollidieren natürliche Ressourcen, Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit
    mit Effizienz, Gewinnmaximierung und Geschwindigkeit.
  15. Der Einfluss globaler Entwicklungen und Probleme auf lokale Strukturen und Lebenswirklichkeiten im ländlichen Raum nimmt zu.
  16. Seit 2010 leben mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Tendenz steigend!
    Es gibt kaum Ideen und Perspektiven für das Land.
  17. Fake news entwickeln im ländlichen Raum stärkere Wirkung. Bildung im ländlichen Raum
    bedarf neuer digitaler und analoger Formate.