AL Magazin Dezember 2018

Grundbildung bei ARBEIT UND LEBEN: Impulse – Praxis – Diskussion

Lernort Arbeitswelt

AL Magazin Dezember 2018Seit 2012 engagiert sich ARBEIT UND LEBEN im Feld der Grundbildung, insbesondere in der arbeitsorientierten Grundbildung.

Der Betrieb hat sich als exzellenter Zugang erwiesen, Beschäftigte zu erreichen und für Grundbildungsangebote zu gewinnen. Vor allem erreichen wir dort diejenigen, die wenig oder gar nicht an Weiterbildung teilhaben, weder an allgemeiner noch an betrieblicher Weiterbildung. Damit der Betrieb zu einem Lernort werden kann brauchen wir einen sozialpartnerschaftlichen Ansatz, in dem alle zusammenwirken: Geschäftsführungen, Personalverantwortliche, betriebliche Interessenvertretungen und die Beschäftigten selbst.

Grundbildung, wie wir sie verstehen, meint nicht ausschließlich die Erweiterung berufsrelevanter Kompetenzen. Sie verbindet berufliche und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit miteinander und stärkt die Persönlichkeitsentwicklung insgesamt. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen bessere und vielfältigere Möglichkeiten der beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Teilhabe erfahren: in der Arbeit wie im Leben.

Die Erkenntnis der leo. – Level-One Studie, dass rund 14,5% der erwerbstätigen Bevölkerung in Deutschland nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können, hat die Themen Alphabetisierung und Grundbildung auf die politische Agenda gehoben. Bund und Länder haben die Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (www.alphadekade.de) auf den Weg gebracht, deren Partner wir als ARBEIT UND LEBEN seit 2017 sind. Dies gibt uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen noch besser einzubringen und die Ziele der Dekade mitzugestalten.

Zwei Themen werden uns in diesem Feld in Zukunft besonders beschäftigen:

Der rasante Wandel der Arbeitswelt – Stichworte: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Beschleunigung – wirft vor allem die Frage auf, wie Grundbildung dazu beitragen kann, auch Beschäftigte in an- und ungelernten Arbeitsbereichen in diesem Wandel „mitzunehmen“.

Als Organisation der politischen und sozialen Bildungsarbeit möchten wir darüber hinaus auf eine wichtige Schnittstelle, eine „Leerstelle“ in der Grundbildungsdiskussion, hinweisen. Stu­dien belegen, dass die aktive Behebung des funktionalen Analphabetismus in unserer Gesellschaft auch einen Beitrag zu vermehrter politischer Teilhabe für mehr Menschen leistet – und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung und Sicherung unserer Demokratie und politischen Kultur. Daher ist es uns ein Anliegen, die Erfahrungen aus der politischen Bildung in der Arbeit mit bildungsbenachteiligten Menschen mit den Erfahrungen der Grundbildungsarbeit zusammenzubringen.

Mit diesem Online-Magazin schauen wir vor allem auf die Praxis, auf verschiedene Facetten der arbeitsorientierten Grundbildung bei ARBEIT UND LEBEN. Einleitend laden wir Sie jedoch ein, sich einen Moment „von der Praxis zu lösen“. Im Interview mit Prof. Dr. Wibke Riekmann sprechen wir über den Begriff Grundbildung, Ziele und Perspektiven in der Fachdiskussion.

Wir möchten dazu anregen, sich mit Fragen von Grundbildung und Teilhabemöglichkeiten intensiver auseinander zu setzen.

Eine anregende Lektüre des Magazins, das Sie sich hier als PDF herunterladen können, wünscht


Barbara Menke

Bundesgeschäftsführerin
ARBEIT UND LEBEN

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Newsletter 6 – September 2017

Beratungsstellen bei ARBEIT UND LEBEN

AL Newsletter 6 September 2017

Beratung ist in der Weiterbildung ein noch junges, aber stetig wachsendes Betätigungsfeld. Das hat mit einer Erkenntnis zu tun, die sich bei Teilnehmenden wie Trägern immer stärker durchsetzt: Lebenslanges Lernen kann für die Lernenden umso zielgerichteter und persönlich erfolgreicher gestaltet werden, je stärker es durch passgenaue Beratung flankiert wird. Beratung ermöglicht Orientierung und Neuorientierung, entdeckt vorher nicht gekannte eigene Ressourcen und Rechte, hilft Kompetenzen entwickeln und eröffnet neue Perspektiven für die persönliche wie berufliche Entwicklung. Beratung ist somit eine zusätzliche Unterstützungsleistung. Eines darf sie aber nie: bevormunden!

Bei ARBEIT UND LEBEN (AL) hat Beratung schon seit geraumer Zeit einen besonderen Stellenwert und darüber hinaus eine besondere Vielfalt. Das zeigt dieser Newsletter: Vorgestellt wird darin die Arbeit der verschiedenen AL-Beratungsstellen in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Sie wenden sich an Menschen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte, die bei uns Arbeit suchen, aber ebenso an Einheimische, die sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt ausprobieren möchten; sie kümmern sich um kleine und mittlere Betriebe und helfen bei der betrieblichen Weiterbildung sowie der Integration Schwerbehinderter; sie unterstützen (zumeist ausländische) Betroffene bei erlittener Diskriminierung und Ausbeutung durch Arbeit; sie beraten Stadtteilinitiativen bei der kleinräumigen Integration unterschiedlicher Menschen und Kulturen sowie beim Demografiemanagement besonders in ländlichen Regionen; sie leisten schließlich Opferberatung im Kontext rechtsradikaler Gewalt und qualifizieren im Kontext politischer Bildung Demokratieberaterinnen und Demokratieberater.

Nahezu alle diese Beratungsstellen zeichnen sich dabei durch eines aus: Sie richten ihre Aufmerksamkeit im Besonderen auf die große Gruppe sogenannter benachteiligter Menschen.

AL-Beratung ist deshalb grundsätzlich niedrigschwellig, sie ist darüber hinaus lebensnah und arbeitsorientiert, kulturell wie politisch sensibel und sozial engagiert – im Übrigen ganz so, wie es die gesamte Bildungsarbeit bei ARBEIT UND LEBEN ist.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters, den Sie sich hier als PDF herunterladen können.


Barbara Menke

Bundesgeschäftsführerin
ARBEIT UND LEBEN

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Newsletter 5 – April 2017

Internationale Bildung:
Wesentliche Voraussetzung für Verständigung und Zusammenarbeit in einer von Krisen belasteten Welt!

AL Newsletter 5 April 2017Die Europäische Union steht vor besonderen Herausforderungen: Im Inneren schwelt die nicht überwundene Eurokrise weiter; Großbritanniens Brexit steht vor der Tür; dazu droht das Anwachsen rechtspopulistischer und europafeindlicher Parteien. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bedroht den Frieden auf unserem Kontinent; der nicht enden wollende Krieg in Syrien ist eine humanitäre Katastrophe. Sie betrifft Europa mit der Flüchtlingsproblematik ganz unmittelbar. Genauso wie die Frage: Wohin driften die USA unter Donald Trump? Die Zukunft eines einigen, friedlichen und demokratischen Europa steht neu auf dem Spiel. Viele alte Gewissheiten werden brüchig. Eine jedoch nicht: Verständigung wird mehr gebraucht denn je!

Wenn sich die Beziehungen zwischen den Staaten verhärten, müssen die Beziehungen zwischen den Menschen umso intensiver, umso enger werden. Internationale Bildung leistet in dieser Hinsicht schon heute wichtige Beziehungsarbeit. Lernend einander besser kennenzulernen, Erfahrungen und Meinungen diskursiv auszutauschen, eigene Werte mit denen des Gegenüber in eine respektvolle Beziehung zu setzen, birgt erfahrungsgemäß die größte Chance zur nachhaltigen internationalen und interkulturellen Verständigung.

Zu diesem Erfahrungs- und Meinungsaustausch kann die internationale Jugend- und Erwachsenenbildung wichtige Beiträge leisten. Das bewährte Konzept der „Völkerverständigung“ hat nichts an Aktualität verloren. Dies belegt dieser Newsletter. Er stellt Ihnen verschiedene Angebote der von ARBEIT UND LEBEN durchgeführten internationalen Bildungsarbeit vor.

Es sind allesamt konkrete Beispiele für eine demokratische und nachhaltige Bildungsarbeit im internationalen Kontext. Hier kann sich informieren, wer an Teilnahme interessiert ist. Die nachfolgenden Beispiele zeigen darüber hinaus, welchen Reichtum an Aspekten diese Bildungsarbeit vorweisen kann und sie lassen ahnen, welchen positiven Nutzen die internationale Bildung hat – für das friedliche Zusammenleben sowie die demokratische und nachhaltige Entwicklung Europas und der Welt.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters, den Sie sich hier als PDF herunterladen können.


Barbara Menke

Bundesgeschäftsführerin
ARBEIT UND LEBEN

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Newsletter 4 – Oktober 2016

Politische Bildung hilft verstehen, sich verständigen, ohne Angst verschieden zu sein

AL Newsletter 4 Oktober 2016Das Ankommen und Bleiben der aus Krieg, Gefahr und Lebensbedrohung Geflüchteten zu unterstützen, ist die Aufgabe, vor der wir alle stehen, auch die Organisationen der politischen Bildung.

Wir von ARBEIT UND LEBEN möchten daran aktiv mitwirken und die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat- gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“, die sich Anfang 2016 u.a. auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet hat, für unseren Aufgabenbereich umsetzen.

Gemeinsam in der und über die Bildungsarbeit eine produktive Perspektive zu entwickeln, wie zukunftsfähige Wege in ein Einwanderungsland Deutschland aussehen können, in ein Land, das sich verändert, ohne sich fremd zu werden, das seine substanziellen politischen Werte erhält und pflegt und sich in Achtung und Respekt vor anderen Religionen und Kulturen übt.

Die Entwicklung solcher Perspektiven ist aber keine einseitige Angelegenheit und darf es in einem Einwanderungsland auch nicht sein. Sie bedarf der Beteiligung der neu Hinzugekommenen.

Beteiligung ist dabei vielfältig: im unmittelbaren Lebensumfeld, in der Arbeitswelt, in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Dies sind wichtige Ankerorte dafür, dass aus dem Ankommen das Bleiben werden kann.

Wir möchten unsere verschiedenen Angebote – von der Bildungsarbeit bis zur Beratung in Fachstellen – dazu vorstellen und damit den konstruktiven Austausch über Gelingensbedingungen für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben in der Demokratie fördern.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters, den Sie sich hier als PDF herunterladen können.


Barbara Menke

Bundesgeschäftsführerin
ARBEIT UND LEBEN

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Newsletter 3 – November 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

AL Newsletter 3 November 2015die Themen Rechtsextremismusprävention und Antidiskriminierung sind brisant und aktueller denn je. Nationalistische Bewegungen holen Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung auch in die Mitte der Gesellschaft, formieren sich in Gruppierungen wie PEGIDA, richten sich gegen Flüchtlinge und Minderheiten in unserer Gesellschaft.

Für ARBEIT UND LEBEN zählen Bildungsangebote zur Rechtsextremismusprävention und zu Antidiskriminierung zum Kernprofil der Organisation. Wir tun dies, wie Theodor W. Adorno es formuliert hat, mit dem Ziel, „… etwas für eine Welt zu tun, in der man ohne Angst verschieden sein kann!” Wir stehen für eine freie, offene, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft. Unsere Angebote setzen wir in Projekten aber auch als kontinuierliches Element in der Regelarbeit um.

Die verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten beschäftigen sich mit Phänomenen, wie z. B. Homophobie, Geschlechterdiskriminierung, Antimuslimischem Rassismus, Vorurteilen und Stereotypen, Abwertung gegenüber Obdachlosen oder Menschen mit Behinderung. Maßnahmen zur konkreten Rechtsextremismusprävention setzen wir im Kontext von Mobilen Beratungsteams, Antidiskriminierungsstellen, Opferberatung sowie zahlreichen Bildungsangeboten um.

Wir richten uns an Jugendliche und Erwachsene sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in diesem Feld. Mit dem Newsletter möchten wir gerne einen Einblick in unsere Arbeit geben und dazu anregen, sich intensiver mit Fragen von Rechtsextremismusprävention und Antidiskriminierung auseinander zu setzen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters, den Sie sich hier als PDF herunterladen können.


Barbara Menke

Bundesgeschäftsführerin
ARBEIT UND LEBEN

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